Der Gedanke ängstigt uns wie kein anderer und ist im Grund völlig unvorstellbar: irgendwann werden wir sterben. Die westliche Kultur tut darum alles, um Sterben und Tod möglichst weit aus der Wahrnehmung zu verdrängen - Kranke kommen in Krankenhäuser, Alte in Altersheime. Demgegenüber steht seit einiger Zeit die Hospizbewegung. Sterben wird hier als aktiver Prozess begriffen, den es liebevoll zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen gilt. Teilweise ist das Interesse an Praktika so groß, dass einige Vollzeitkräfte schon leicht genervt sind von dieser Art des selbstkonfrontativen Todestourismus. Doch genau hier zeigt sich auch die Wichtigkeit des Themas.  
Hospize in Deutschland gibt es bisher nur für Erwachsene - aber auch Kinder bekommen aussichtslose Diagnosen. Oft ist ihr Umgang mit dem eigenen Sterben weitaus natürlicher, als bei Erwachsenen. Auf der anderen Seite leidet eine ganze Familie. Hier setzt der Förderverein Kinderhospiz Sterntaler e.V. an, er hat sich die Entstehung und den Betrieb eines Hospiz nur für Kinder und deren Angehörige zum Ziel gesetzt.  
Neben der fachgerechten Betreuung der kleinen Patienten steht besonders die Familie im Mittelpunkt. Eltern und Geschwisterkinder, die psychisch und physisch oft völlig erschöpft sind, finden hier ebenfalls Unterstützung und am Ende auch eine intensive Sterbe- und Trauerbegleitung.  
Es gibt in Deutschland noch keine gesetzlichen Regelungen für Kinderhospize. So ist nicht nur der Aufbau, sondern auch der Betrieb einer solchen Einrichtung auf ständige Spenden angewiesen. Ursula Demmer, die Initiatorin des Sterntaler-Projekts sucht daher dringend Fördermitglieder. Der Mindestbeitrag liegt bei nur 30 Euro.
Kinderhospiz Sterntaler e.V. A3,2 68159 Mannheim fon: 0621-1567209 fax: 0621-1568274 www.kinderhospiz-sterntaler.de info@kinderhospiz-sterntaler.de  
Link zu Kinderhospiz Sterntaler e.V. in Mannheim