Informationen zu dem Thema Wellness

Wussten Sie, dass der Begriff Wellness schon 1654 von Sir A. Johnson als „wealnesse“ geprägt wurde? Damals noch mit „gute Gesundheit“ übersetzt, steht das Wort Wellness heute für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Jedenfalls sollte es so sein, denn Wellness ist inzwischen ein Werbewort und wird für Dinge benutzt, die nicht das geringste damit zu tun haben. Von Wollsocken bis zum Nahrungsergänzungsmittel bekommt alles den Wellnessstempel aufgedrückt. Schade, denn der eigentliche Gedanke – das ganzheitliche Konzept - geht dadurch verloren. Doch was bedeutet eigentlich Ganzheitlichkeit? Was steckt dahinter? Wieder so ein Begriff, der viel benutzt und selten hinterfragt wird: Körper, Geist und Seele. Das klingt tiefsinnig, obwohl wir mit dem Wort Wellness im alltäglichen Sprachgebrauch nur selten diesen Tiefgang meinen. Vielmehr reden wir über ein passives Wohlgefühl, verstehen darunter Massagen, kosmetische Behandlungen und Sauna, also körperliche Entspannung. Damit beschränken wir das Prinzip der Ganzheitlichkeit vorrangig auf den Körper. Wo bleibt dabei der Geist, und wo die Seele? Oder setzen wir voraus, dass körperliche Entspannung gleichzeitig auch Geist und Seele beeinflusst? Abschalten durch Entspannen, den Kopf freibekommen, Gedanken vertreiben, die Stress auslösen, Sorgen und Probleme vergessen. Vermag körperliche Entspannung einen solchen Einfluss auf die Seele auszuüben? Das wäre schön; dann gäbe es sehr viel weniger kranke Menschen unter uns. Leider funktioniert das nicht.
Schon Sebastian Kneipp stellte fest: „Erst als ich Ordnung in die Seelen der Menschen brachte, besserten sich die körperlichen Gebrechen.“ Nicht der Körper beeinflusst die Seele, sondern die Seele den Körper. Somit wird das, was nur wenig bedeutungsvoll erscheint – das seelische Gleichgewicht, die innere Ordnung – zum Kernstück des eigentlichen Wellnesskonzeptes. Wie innen so außen. So beschreibt es auch das Desinere-Prinzip, ein Lebensprinzip für Menschen, die sich selbst wieder wahrnehmen und spüren wollen.
Ist die innere Welt nicht in Ordnung, helfen uns weder Massagen, noch Entspannung. Das alles kann nur seine Wirkung entfalten, wenn das Innen in Balance ist. In der alten Heilkunst Ayurveda ist der Gedanke der Ganzheitlichkeit tief verwurzelt. Eine Trennung von innen und außen erscheint dort schlichtweg unmöglich, weil es eben keinen Schalter zum Ausschalten der Gedanken gibt. Jeder Gedanke bewirkt ein Gefühl. Somit werden unsere Sorgen und Probleme gerne zu unseren treuen Begleitern. Bis ans Ende der Welt können wir reisen, sie werden uns auch dorthin folgen. Niemand kann wahrhaft entspannen, sich gut und gesund fühlen, wenn er Sorgen oder Probleme hat.
Wellness beginnt in uns selbst. Zum echten Wohlfühlen gehört es, den Blick nach innen zu richten, die eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Träume inmitten des Alltags wieder wahrzunehmen. Wie gut geht es mir ganz tief in mir drin? Wie glücklich fühle ich mich? Denn eines ist klar: Glücklichsein ist Wellness für die Seele. Geht es der Seele gut, können Körper und Kopf all die wunderschönen Massagen und Behandlungen genießen und Wellness erfüllt seinen Sinn: neue Kraft und Energie zu tanken.
Text von: Mareile Kroll

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